We have always been biohackers ♥
привіт!
Spürst du auch den Frühling? Ich sitze gerade in unserer Küche, die Sonne strömt wärmend, fast schon heiss in die Fenster rein. Phu, schon so hohe Temparaturen zu dieser Jahreszeit. Mega Krass.
Rund um das Gebäude fliessen die Adern von Zürich durch. Auto sowie Zug, Velo, Mofa, Lastwagen, Fussgänger, alles ist in Bewegung. Es ist der Tag vor den Festtagen und die die noch hier und nicht im Stau Richtung Süden sind, müssen jetzt noch husch einkaufen oder schnell nach Hause gehen, weil Familie ja wartet und was laufen muss. Ich will nicht wertend sein, es fällt mir einfach auf und ich denke mir, das ist echt krass und nichts für mich. Obwohl ich nachher auch noch schnell etwas frisches einkaufen sollte, da nicht mehr viel Gemüse zu Hause ist. Naja, ich bin ja auch nur ein Mensch und hab gewisse Bedürfnisse.
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Ich hatte ein gutes Gespräch gestern in der Küche aber es war nicht einfach aber dafür umso wichtiger. Gell, da stellt sich schon manchmal die Frage, was ist denn schon einfach in unserem Leben? Anyway, nun ist es Freitag Morgen, sehr früh für meine Verhältnisse, aber gestern ging dann bei mir gar nichts mehr und ich musste dann schon fast als es dunkel wurde, schlafen gehen. Es war wiedereinmal eine bewegende Woche mit Hoch und Tiefs, wie schon seit längerem. Vielleicht bin ich auch einfach zu sensibel und reagiere so sehr auf die Zwischentöne. Aber eigentlich bin ich ganz froh darüber, das ich das tue. Nun die Medaille hat ja bekanntlich immer zwei Seiten und wie bereits erwähnt, es ist dann halt immer sehr aufwühlend und bewegend.
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Was mir immer mal wieder auffällt, ich möchte mir bei gewissen Themen keine Gedanken mehr machen müssen. Es wird mir einfach zu viel und es gibt keine akzeptable Lösung die für mich stimmt. Also wende ich mich ‘meinen’ Themen zu und ignoriere den Rest. ‘Ihr könnt mich alle mal’, möchte ich öfters rausschreien.
Aber das ist sehr gefährlich und hilft mir eigentlich nicht weiter. Im Gegenteil, denn wenn ich keinen Einfluss mehr auf das ‘Andere’ habe und die ‘Anderen’ einfach frisch fröhlich weiter machen lasse, dann zwingen sie mir in der Zukunft Dinge auf, die ich auf keinen Fall möchte. Oh, da kommt ja gleich mein revolutionärer Instinkt zum Zug und das geht ja überhaut nicht. Darum wohl oder übel und machmal sehr unschön, versuche ich mich mit vielen und erweiterden Themen auseinander zu setzen, damit ich weiss um was es geht und hier Gegensteuer geben kann.
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Aber um mal wieder beim Ernährungsthema anzuknüpfen, es gibt ja durchaus die Hoch’s in meinem Leben ♥ Ein solches Highlight war bestimmt der Artikel im renomierten Gastromagazin Salz & Pfeffer über Maya und über unsere gemeinsame Liebe und die Kooperation unseres Kimchi’s. Da hat doch die Lauren Wildbolz 33 Favoritinnen auserkoren und Maya ist auf Platz 25 mitdabei. Wow, ich bin begeistert dieses Magazin in meinen Händen zu halten und den Artikel zu lesen.
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Maya Minder. Fermentista, Künstlerin, Aktivistin. Sie lehrt an Stefan Wiesners Naturakademie im Entlebuch und ist, neben dem Kochen und Fermentieren, in der globalen Open-Science-Bewegung aktiv, die marginalisierten Gruppen den Zugang zur Wissenschaft erleichtert. Inspiriert von der Alchemie mit Mikroorganismen in der Fermentation, zitiert sie gern den Spruch: «We have always been biohackers.» Maya ist Vorstandsmitglied des Kunst- und Kulturfestivals Food Culture Days in Vevey, engagiert sich in der Zentralwäscherei Zürich in einem Hackerspace und verkauft ihr lokal produziertes veganes Kimchi mit der Einmach-Bibliothek.
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Mega toll, ich hab Freude und fühle mich geehrt, zu wissen, da irgendwie mitdabei zu sein. Ich muss nicht mit Namen erwähnt werden, wurde ja mit Einmach bereits gemacht. Und dies in einem renomirten Gastromagazin und von Lauren Wildbolz persönlich als Favorit betitelt. Yeah, the Revolution has started und da sind übrigens noch ganze 32 andere tolle Frauen, welche die schweizer vegane Szene mega beeinflussen. Ich habe mir sowas vor einigen Jahren sehr gewünscht aber nicht vorstellen können.
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Also, ich verabschiede mich jetzt in den Osterbreak und gehe gleich die allerletzten Randen einmachen.
Und bitte nicht vergessen, die Finger vom Lamm lassen, keine Eier essen und auch bei der Schokolade (wenn es denn sein muss) nur die vegane verspeisen. Deal?
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Damit die Hasen weiterhin hoppeln können.
Liebe Grüsse durch die hoffentlich bald leere Stadt ♥
Gabriela
