Gemeinsam durch finstere Zeiten ♥
привіт!
Eine weitere Woche ist schon wieder und zugleich endlich rum. Es passiert grad sehr viel in meinem Leben so auch bei Einmach. Unsere GV ist abgeschlossen, das Protokoll geschrieben, versendet und auch die Mitgliederbeiträge sind in Rechnung gestellt. Die Veränderungen bei Einmach werden wir auch bald hier auf der Webseite abbilden. Ich werde dir gerne demnächst voller Stolz die neuen Vorstandsmitglieder vorstellen.
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Das Bild im Header (oben) sind die Resten von mir und Kwamina nach einem plantbased Burgerplausch zu zweit. Du kannst ja mal raten, welcher Teller von mir ist und welcher von Kwamina stammt. Vielleicht kennst du Kwamina nicht so gut, oder überhaupt nicht, aber mich kennst du ja mittlerweilen ein wenig. Es ist sozusagen eine kleine Charakter Studie die wir hier abgebildet haben und sagt recht viel über uns aus, sofern du etwas Kaffeesatz lesen magst ♥
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Diese kleinen Aufsteller lenken mich etwas ab von den schlimmen Sachen die im Osten von uns passieren. Aber ein Bild (unten) hat mich letzthin grad sehr beschäftigt und irgendwie in diesem Grauen hat es doch auch eine kleine Hoffnung für den Menschen in mir hervorgerufen.
Was mich sehr beeindruckt ist, dass diese Frau in den Trümmern der Stadt trotz allem in einem Autoreifen Tulpen anpflanzt. Wohlgemerkt Tulpen und nicht Gemüse. Neben ihr, ist ihr Hund, welcher zuschaut. Ich würde behaupten, Aufgeben ist für sie keine Option und irgendwie trotz allem Leid, schön wahrzunehmen.
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Und da ja auch noch ein Informationskrieg herrscht, wollte ich dich zu einer schönen Geste einladen. Ich weiss nicht ob es noch aktuell ist, denn der Newsletter wurde am 3. März versendet, aber wir können es ja ausprobieren.
Es ist mir wichtig und ein grosses Anliegen.
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Plötzlich spüren wir Verschonten, mitten im Frühling, das Gewicht der Welt auf den Schultern.
Was passiert morgen? Und was wird es bedeuten? Hat die Ukraine eine Chance? Ist es eine erstklassige Nachricht oder erstklassige Propaganda, dass die russische Armee durch Jahrzehnte Korruption, Lüge und Diebstahl nur knapp funktionsfähig ist? Oder bedeutet der Dilettantismus nur, dass ein weit brutalerer Angriff folgt? Was passiert, wenn man die Zentralbank eines Imperiums lahmlegt? Wird die EU zu einer Militärmacht? Ist die Demokratie aufgewacht – und kämpft sie endlich gegen die Autoritären? In- und ausserhalb ihrer Grenzen? Oder siegt Putin – mit welchem Ziel noch? Oder setzt ihn jemand ab? Oder er setzt Atomwaffen ein?
Die Zukunft ist unklar. So wie die Gegenwart. Was gerade passiert, werden wir erst sehr viel später wissen. Die Wahrheit ist immer das erste Opfer im Krieg. Und sie wird leider nicht das letzte sein. Wenn nicht alles täuscht, waren die letzten Tage nur der Beginn der Grausamkeit. Und all das schreibt sich so viel zu leicht hin. Und zu kühl.
Klar ist nur, dass wir im Journalismus den Job haben, hinzusehen, zuzuhören und Klarheit in eine neu entstehende Welt zu bringen, so gut es geht. Was Zeit brauchen wird. Was auch klar ist: dass jetzt keine Zeit für Kleinlichkeiten ist, sondern für Grosszügigkeit von uns, die Türen zu öffnen.
Das deshalb, weil wir überzeugt sind, dass Medien, so unperfekt sie auch sind, in solchen Zeiten wichtig sind.
Also bieten wir Ihnen die Gelegenheit, die «Republik» mit Ihren zwei, drei besten Freunden zu teilen. Oder mit Ihren zwei, drei interessantesten Feindinnen.
Wir jedenfalls werden Ihre Freundinnen (oder Feinde) nicht wie Fremde behandeln – für die Zeit ihres Aufenthalts erhalten sie die vollen Rechte wie jeder Verleger, jede Verlegerin: auf ein Profil, auf Support, schnelle Antworten und – vor allem – auf Teilnahme am Dialog.
Wir tun das,
• weil aktuelle Hintergründe in einer sich schnell ändernden Welt kein Luxus mehr sind, sondern unverzichtbar;
• weil es in finsteren Zeiten eine gute Sache ist, gemeinsamen Gesprächsstoff zu haben;
• weil wir es eine gute Idee finden, in einer Zeit der Unklarheit den «Republik»-Dialog mit klugen Köpfen zu verstärken – denn 116’000 Augen sehen mehr als 58’000.
(Letzteres ist die Rechnung für den Fall, dass jeder unserer 29’000 Verlegerinnen exakt einen Gast nominiert. Aber eigentlich gibt es keine Einschränkung: Sollten Sie ein sehr sozialer Mensch sein, können Sie auch ungeniert Ihre 200 engsten Bekannten einladen.) Wie auch immer: Es bringt jedem Genannten 8 Wochen Republik und kostet Sie weniger als eine Minute.
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Also, du wärst für mich ein enger Bekannter. Falls du Interesse hast, die Republik für 8 Wochen zu testen, dann schreib mir doch eine Mail. Natürlich ist mir schon auch bewusst, dass die Republik mit dieser Aktion versuchen wird neue Verlagsmitglieder zu begeistern, aber ich empfinde die Geste nichts desto trotz super wichtig und sehr schön. Komm probier es aus, du verlierst nichts und du musst ja nicht zwingend nach den 8 Wochen VerlegerIn werden. Aber du kannst dir zumindest dein eigenes Bild über die Republik machen.
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Ich freu mich von dir zu hören und wünsch dir einen friedlichen Sonntag ♥
Gabriela
